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Madeira Weine: Ein Kennerführer

von Redaktion-Traumreiseninfo
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Madeira hat eine lange und faszinierende Wein-Geschichte, die bis 1979 zurückreicht. In diesem Jahr wurden über 5 Millionen Liter des einzigartigen Likörweins verkauft. Dieser Rekord ist bis heute nicht gebrochen worden.

Die Nachfrage nach Madeira-Weinen bleibt hoch. Im Jahr 2000 waren es über 4 Millionen Liter. Und 2014 wurden immerhin noch mehr als 3,3 Millionen Liter verkauft. Der Geschmack der Weine hat sich im Laufe der Jahrzehnte verändert. Von sehr süßen Varianten zu den heutzutage beliebten trockenen und halbtrockenen Weinen. Auch die Verwendung verschiedener Rebsorten hat sich gewandelt.

Madeira-Weine tragen das Siegel einer geschützten Herkunftsbezeichnung (DOP). Sie stammen von der Insel Madeira, die zu Portugal gehört. Es handelt sich um einen besonderen Likörwein. Sein Alkoholgehalt liegt zwischen 17 und 22 Vol.-%.

Diese Weine sind für ihre einzigartige Herstellungsmethode und Lagerfähigkeit bekannt. Sie werden aus verschiedenen Rebsorten kreiert. Angeboten werden sie in vier Geschmacksrichtungen: trocken, halbtrocken, halbsüß und süß.

Wichtigste Erkenntnisse:

  • Madeira-Weine haben eine lange und faszinierende Geschichte mit hohen Absatzzahlen in den letzten Jahrzehnten.
  • Sie sind eine geschützte Herkunftsbezeichnung (DOP) für Likörweine von der Insel Madeira.
  • Madeira-Weine zeichnen sich durch ihre einzigartige Oxidationsmethode und Alterungsfähigkeit aus.
  • Es gibt vier Hauptgeschmacksrichtungen: trocken, halbtrocken, halbsüß und süß.
  • Die Weine werden aus verschiedenen, zum Teil seltenen Rebsorten hergestellt.

Was sind Madeira-Weine?

Madeira-Weine kommen von einer Insel im Atlantik, die Madeira heißt. Dort ist das Klima mild, perfekt für den Weinanbau. Spezielle Techniken sorgen für gute Bedingungen in den Weinbergen. Anders als bei normalem Wein, lagert man Madeira-Weine bei hohen Temperaturen. Dieser Prozess dauert oft Monate und gibt dem Wein sein besonderes Aroma.

Herkunft und Besonderheiten

Madeira-Weine tragen das Gütesiegel „DOP“ und kommen von der Insel Madeira in Portugal. Sie sind speziell, weil man ihnen Alkohol zusetzt und teils vergärt lässt. Dies macht sie haltbar und verleiht ihnen ihren charakteristischen Geschmack durch die Oxidation.

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Rebsorten für Madeira-Weine

Anbau und Sortenwahl sind bei Madeira-Weinen wichtig. Es gibt sechs Hauptsorten, die für verschiedene Weinstile stehen. Diese sind zum Beispiel Verdelho für leichten Wein oder Malvasia für süßen Wein. Es gibt auch rote Trauben, wie Bastardo, die für besondere Weine gesetzt werden.

Herstellungsverfahren des Madeira-Weins

Vor langer Zeit entdeckten Seeleute zufällig, dass Hitze dem Wein guttut. Heute macht man Madeira-Wein so: Er wird erhitzt und bleibt dann lange in Fässern. Dieses Verfahren nennt sich Estufagem. Dabei wird der Wein für einige Monate auf 45-50°C erwärmt.

Geschichte der Madeira-Weine

Der Madeira-Wein wurde anscheinend zufällig gefunden. Seeleute bemerkten, dass Weine nach einer Reise durch die Tropen besser schmeckten. Dieses verbesserte Verfahren nannten sie „Madeirisierung“.

Um den Wein zu verbessern, legten sie ihn der Hitze auf Schiffen oder in speziellen Lagern aus. Dadurch kam der Madeira-Wein zu seinem einzigartigen Geschmack.

Zufällige Entdeckung des Madeira-Weins

Vor langer Zeit war Madeira-Wein sehr wichtig wirtschaftlich. Er war der Lieblingswein im Britischen Weltreich über Jahrhunderte. Auch in den USA fand er viele Fans.

Später gab es weniger Nachfrage nach diesem Wein. Doch in den letzten Jahren steigt sein Interesse wieder an.

Wirtschaftliche Bedeutung im Britischen Weltreich

Madeira-Wein war lange mit Portwein wichtig für die Wirtschaft. Im Britischen Weltreich und den USA war er über Jahrhunderte der Favorit. Sein Absatz fiel zeitweise, steigt aber in letzter Zeit wieder an.

Geschmacksrichtungen von Madeira-Weinen

Madeira-Weine gibt es in vier Hauptgeschmacksrichtungen: trocken, halbtrocken, halbsüß und süß. Jeder Typ hat besondere Aromen und Merkmale. Jetzt erklären wir, was jeden ausmacht.

Sercial – Trocken und säurebetont

Sercial-Weine sind sehr trocken und sauer. Sie werden aus einer spät reifenden, weißen Traube gemacht. Es dauert 20 Jahre, bis sie trinkbar sind. Junge Sercials sind zu sauer für manchen Geschmack.

Verdelho – Halbtrocken

Verdelho ist auch eine weiße Sorte, die seltener vorkommt. Ihre Weine sind nicht so trocken wie Sercials, aber auch nicht zu süß. Man schmeckt darin Noten von Trockenfrüchten, Honig und Kaffee. Seit den 1980ern werden Verdelhos mehr angebaut.

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Bual – Halbsüß

Bual ist die englische Version des portugiesischen Boal. Unter dem Namen Bual vereint manche weiße Sorten. Ihre Weine haben eine echt ausgeglichene Süße. Mit der Zeit werden sie dunkler und reicher im Geschmack. Sie erinnern dann an Limetten, Karamell und Trockenfrüchte.

Malmsey – Süß und üppig

Malvasia, auch bekannt als Malmsey, bringt die süßesten Madeira-Weine hervor. Sie sind noch süßer und vollmundiger als Buals. Malmsey bekommt man auch als „englische Version“ von Malvasia benannt. Ihr Aroma erinnert an Toffee, Vanille und Marmelade.

Madeira Weine Geschmacksrichtungen

Einstufung nach Alter und Cuvées

Jüngere Madeira-Weine sind in Gruppen wie Seleccionado oder Rainwater. Seleccionado ist mindestens 3 Jahre alt. Rainwater ist höchstens 5 Jahre gereift. Sie sind perfekt für den Aperitif.

Ältere Madeira-Weine werden als Reserve (mit jeweils 5, 10 oder 15 Jahren Reife) oder Einzeljahrgänge angeboten. Diese Editionen reifen länger und entwickeln tiefe Aromen. Jahrgangsmadeiras können sogar 50-70 Jahre alt sein.

Servieren und Kombinieren von Madeira-Weinen

Madeira-Weine passen gut zu vielen Gerichten. Zum Anfang und Hauptgerichten sind Sercial-Weine eine gute Wahl. Halbsüße Bual-Weine passen super zu Desserts. Als Abschluss ist der süße Malmsey perfekt.

Idealer Begleiter zu Käseplatten

Madeira-Weine sind perfekt zu Käse. Besonders der halbsüße Boal ist ideal. Er passt super zu verschiedenen Käsesorten, da er toll mit Salz und Kraft kontrastiert.

Madeira-Weine

Madeira-weine als Kapitalanlage

Manche Madeira-Weine können als gute Geldanlage dienen. Vor allem sehr seltene Sorten, wie der Bastardo aus 1927, steigen im Wert. Das liegt daran, dass sie bald nicht mehr verfügbar sein werden.

Weinauktionen waren lange Orte, um reife Weine zu kaufen. In den letzten Jahrzehnten änderte sich das. Sie wurden zu einem Ort, um mit Wein zu spekulieren. Ereignisse wie der 1847er Jahrgang in Bordeaux machten Wein zum interessanten Markt.

Weinsammlungen können jährlich zwischen 0 und 100 Prozent an Wert zulegen. Jungweine bringen oft mehr Geld als alte Weine. Besonders Weine aus Bordeaux, wie aus dem Jahr 1982, steigen im Preis.

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In der professionellen Weinspekulation zählt manche Weine aus Bordeaux zu den Top-Investitionen. Dazu gehören hochwertige Rotweine, vor allem ausgewählte Sorten. Etwa ein Dutzend berühmter Weine eignet sich zur Spekulation, weil sie selten sind.

Faktor Einfluss auf Weinwert
Originalverpackung Positiv
Große Flaschengrößen Positiv
Intakte Kapseln und Etiketten Positiv
Hoher Füllstand in Flaschen Positiv

Investitionen fließen in berühmte Güter wie Château Pétrus. Für manche dieser Weine braucht es gute Kontakte oder besondere Paketangebote. Einige Weingüter, wie Château Mouton-Rothschild, sind „Blue Chips“ unter den Weininvestitionen.

2000 gab es weltweit Weinauktionen im Wert von 92 Millionen Dollar. 2016 waren es 338 Millionen Dollar. Dennoch lag der Höchstwert bei 478 Millionen Dollar im Jahr 2011. Der „Fine Wine 100“ Index, der Bordeaux-Weine bewertet, stieg in einem Jahr um 24%.

Das Unternehmen Liv-ex in London handelt mit über 90% des Weins. Nur etwa 1% aller Weine eignen sich aber zum Investieren. Hohe Kosten für Transport, Diebstahlsgefahren und Lagerungen schrecken viele ab.

„Einige der Premium-Weingüter produzieren pro Jahr nur eine begrenzte Anzahl an Kisten und schränken den Einzelkauf ein, was den Handel für Investoren erschwert.“

Investitionen in Spitzenweine sind meist wohlhabenden Menschen vorbehalten. Trotzdem wächst das Interesse an Weinen aus anderen Regionen. Dazu gehören Italien, Champagner, Amerika und Australien. Sogar Weine aus England und China werden beliebter.

Fazit

Madeira-Weine sind auf der ganzen Welt berühmt. Man liebt sie für ihre vielen Sorten, die durch spezielle Herstellungsarten entstehen. Es gibt trockene, halbtrockene und süße Sorten. So findet jeder den passenden Wein. Dazu passen viele Gerichte perfekt.

Diese Weine überraschen mit vielfältigen Aromen. Sie reifen sehr lange und bleiben daher lange frisch. Kenner schätzen die klassischen Typen sowie die seltenen.

Madeira-Weine passen zum Aperitif, zu Käse oder nach dem Essen. Sie sind einzigartig und beliebt bei Weinliebhabern. Mit ihrer Vielfalt bereichern sie die Weinlandschaft weltweit.

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